Sonntag, 12. April 2026

Benelux Teil 1

Nach 10 Stunden Flugzeit landen wir am 10. März in Amsterdam, wechseln das Flugzeug und fliegen nach Brüssel. Von dort geht es weiter mit dem Zug nach Antwerpen (Belgien).

Unser Airbnb haben wir bis zum 25. März gebucht, denn die Ankunft des Frachters war ja ursprünglich auf den 23. März geplant. Kurz vor Abflug in Cartagena kam die Nachricht es werde später, nämlich 17. April. Und: Ein paar Tage nach Ankunft in Antwerpen hiess es: Der Frachter käme erst am 30, April (!).

Wir beschliessen vorerst einfach mal Antwerpen zu geniessen. Unsere kleine Wohnung liegt in der Altstadt in einem typischen schmalen Backsteinhaus im 3. Stock. Sie ist hell und liebevoll eingerichtet.

Bei der Ankunft quälen wir uns mit unseren grossen Taschen das schmale Treppenhaus hoch:


Antwerpen liegt am Fluss "Schelde" und war bereits im Mittelalter eine bedeutungsvolle Hafenstadt. Im 15. und 16. Jahrhundert war Antwerpen eine der grössten Städte der Welt und zeitweise die wichtigste Handelsmetropole Europas.
Der weltweite Handel mit Diamanten ist heute noch hier ansässig, etwa 80 % der Rohdiamanten und 50 % der geschliffenen Diamanten passieren die Stadt.

Der Maler Peter Paul Rubens (1577-1640) lebte hier und war bereits zu Lebzeiten sehr berühmt. Seine Werke sind im Museum für schöne Künste und in der Liebfrauenkirche zu sehen.

Hier ein paar Eindrücke von Antwerpen:







Wir erkunden die Stadt zu Fuss und mit dem Wasserbus auf der Schelde:


Und wir laufen durch den St. Anna - Tunnel (für Fussgänger und Fahrradfahrer)
31.57 Meter unter der Schelde.
Uralte Rolltreppen führen in die Tiefe zum Tunnel:


Blick auf die Stadt von der anderen Seite:


Mit dem öffentlichen Bus fahren wir zum etwas ausserhalb gelegenen Park "Middelheim",
eine Naturoase gespickt mit unzähligen Skulpturen von verschiedenen Künstlern:







Mit dem Zug fahren wir nach "Gent". Gent liegt etwa eine Stunde Zugfahret westlich von Antwerpen und war im Mittelalter ein mächtiger Stadtstaat. Die Burg Gravenstean und eine Reihe Zunfthäuser säumen die Ufer der Flüsse Leie und Schelde und verbreiten eine spezielle Atmosphäre.







Die zwei Wochen in Atwerpen gehen dem Ende zu und wir machen uns Gedanken darüber, wie und wo wir die Zeit bis Ende April, bis Ankunft des Bluemonster verbringen wollen.

Wir entscheiden uns für das Mieten eines Campers. Immerhin sind es bis dahin noch 
ca. 5 Wochen. 
Am Tag vor Auszug aus dem Airbnb kommt die Nachricht: Ankunft: 06. April!!!!!!!!!!!
😀😡sollen wir uns jetzt freuen oder ärgern??


Mit dem gemieteten Camper fahren nach Holland ins Gebiet des Nationalparks "Hoge Vuelwe" und wandern durch Wälder und Heidelandschaften:






In dieser Gegend gibt es auch schöne alte Hansestädte. Diese Städte gehörten vom 12. - 17. Jhd. dem Städtebund "Hanse" an. Oft waren es Hafenstädte und der Zusammenschluss ermöglichte ihnen in den Genuss von Handelsprivilegien zu kommen. 
Heute laden die historischen Innenstädte zum Bummeln ein. Grosszügig angelegte Fussgängerzonen, alte Gassen und Gebäude gemischt mit moderner Architektur versprühen einen besonderen Charme.

Wir besuchen zwei davon: Deventer und Zwolle:

Deventer:






Zwolle:






Holland ist durchzogen von hunderten von kleinen und grossen Kanälen - überall sieht man Wasser, Schleusen und Schiffe - und natürlich Fahrradwege - überall, sogar in den Wäldern gibt es asphaltierte Wege für Fahrräder.
Unsere Velos sind im Bluemonster. Wir beschwichtigen uns selber damit, dass es für uns schweizer Weicheier eh zu kalt ist zum radeln - die Holländer sind da eindeutig abgehärteter.

Die letzten zwei Tage verbringen wir an der Küste, wandern den langen Sandstränden entlang und geniessen den Blick auf riesige Hyazinthen- Narzissen- und Tulpenfelder:







Am 09. April holen wir im Hafen von Antwerpen unser Bluemonster ab. Zum Glück ist alles in Ordnung: Keine Beule, keine neuen Kratzer, alles noch da.
Am Tag darauf putzen wir den Mietcamper und bringen ihn zurück, Es fühlt sich gut an, wieder im eigenen "Heim" zu wohnen.
Nun gibt es noch ein paar praktische Dinge zu erledigen: Wasser und Gas organisieren, das stark verschmutzte Fahrzeug waschen lassen, eine Garage aufsuchen und den Fahrzeugservice machen lassen...
und dann geht`s weiter mit Benelux und später Richtung Norden!

2 Kommentare:

  1. Oh bin ich froh, dass mit dem bluemonster alles gut ist! Lg tabea

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  2. Ja, die Spannung war gross und die Erleichterung ebenso!

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