Unser Bluemonster braucht einen Service. Wir wählen eine Garage in Bilzen, südlich von Antwerpen. Für die Verschiffung mussten wir das Gas ablassen, das füllen wir nun wieder auf damit wir kochen können. Ebenso braucht unser Fahrzeug eine Wäsche - eine Bedingung für die Verschiffung war: Das Fahrzeug muss sauber gewaschen sein😂😂, das hätten wir uns sparen können!!
Nachdem alles gemacht ist bleiben wir noch zwei, drei Tage in dieser Gegend. Wir radeln entlang riesiger Obstplantagen - hier scheint die belgische Obstproduktion heimisch zu sein
Von hier aus geht es weiter in den wallonischen Teil Belgiens - hier im Süden des Landes wird französisch gesprochen und auch die Art der Dörfer erinnert an den zentralen und nördlichen Teil Frankreichs.
In einem kleinen Dorf am Fluss "Maas" stehen wir bei einem Fussballplatz welcher mitten im Wald liegt. Von hier aus nehmen wir die Fahrräder unters "Füdli" und fahren entlang der Maas nach Namur. Namur ist bekannt für seine schöne Lage am Fluss und für die Zitadelle, welche über der Stadt thront.
Kleine Weinbergschnecken werden hier in der Gegend gezüchtet und gelten, zubereitet in Knoblauchbutter als Delikatesse. Statt einer Kostprobe, erfreuen wir uns an den Schnecken aus Bronze:
Am nächsten Tag radeln wir nochmals der Maas entlang, diesmal Richtung Süden nach "Dinant"
Hier in Dinant wurde Adolphe Sax, Instrumentenbauer und Erfinder des Saxophons, geboren.
Natürlich muss Fritz zusammen mit ihm auf ein Bild:
Wir verlassen unser Plätzchen am Fussballplatz und fahren etwas weiter südlich tiefer in die Ardennen. Die Ardennen sind der Westteil des rheinischen Schiefergebirges. Das Waldgebirge erstreckt sich über den Südosten der belgischen Region Wallonie, in kleinen Teilen auch auf die Staatsgebiete von Luxemburg und Frankreich.
Da es ziemlich kühl ist, lassen wir die Räder im Auto und unternehmen zwei ausgedehnte Wanderungen:
Im luxemburgischen Teil erkunden wir die Ardennen per Fahrrad. Auf einer dieser Radtouren besuchen wir das Schiefermuseum L`Ardoise, ein ehemaliges Bergwerk in dem bis 1986 Schiefer abgebaut wurde.
370 Stufen führen 42 Meter in die Tiefe.
Hier unten bekommt man eine klitzekleine Ahnung davon, wie anstrengend die Arbeit der Mineure war.
Nach dem Abstecher nach Süden, fahren wir wieder nordwärts. Im holländischen Ort "Bourtagne" staunen wir über die Bauweise der Festung Bourtagne. Diese wurde zwischen 1580 und1593 gebaut, verfiel dann und wurde zwischen 1964 und 1973 wieder aufgebaut. Die Festung mit den steilen Dämmen, sternförmig angelegt und von Wassergräben umgeben konnte auch in unruhigen Kriegsjahren nie erobert werden.
Heute ist das Dorf im Innern der Festung wieder bewohnt und die ganze Anlage steht Besuchern offen.
Heute ist das Dorf im Innern der Festung wieder bewohnt und die ganze Anlage steht Besuchern offen.
Vogelperspektive:
Nach dem Besuch der Festung machen wir noch ein kleines Velotürli und staunen über die Tulpenzwiebelproduktion hier in Holland. Die Tulpen lässt man blühen, damit sich die Knollen vermehren:
Nicht nur Tulpen gibt es in Holland - nein, es gibt auch ganz tolle Thermalbäder. Wir geniessen zwei davon. Die Holländer sind sehr kreativ im Saunabau. Da gibt es beispielsweise die Nordlicht - Sauna mit bewegten Bildern und Musik, oder die Island - Sauna mit Filmen von Islands Geysiren und einer etwa einen Meter hoch spritzenden Wasserfontäne, welche plötzlich aus einer "Kiste" in der Saunamitte hervorspritzt.
Ganz entspannt fahren wir der holländisch - deutschen Grenze entlang Richtung Nordesee.
Im deutschen Dorf "Bunde"besuchen wir die Windmühle des Dorfes. Betrieben wird sie von Dieter Hunken.
Herr Hunken ist mit Leib und Seele Müller und sein ganzes Herzblut steckt in dieser Mühle. Der ehemalige Bauingenieur hat sich zum Müller ausbilden lassen, betreibt die Mühle und führt Besucher durch sein Reich. Er erklärt uns wie die Mühle funktioniert und führt uns gleich noch seine Modelleisenbahn vor - diese hegt und pflegt er genauso wie die Mühle. Seine Freude an beidem ist gut spürbar.
Im deutschen Dorf "Bunde"besuchen wir die Windmühle des Dorfes. Betrieben wird sie von Dieter Hunken.
Herr Hunken ist mit Leib und Seele Müller und sein ganzes Herzblut steckt in dieser Mühle. Der ehemalige Bauingenieur hat sich zum Müller ausbilden lassen, betreibt die Mühle und führt Besucher durch sein Reich. Er erklärt uns wie die Mühle funktioniert und führt uns gleich noch seine Modelleisenbahn vor - diese hegt und pflegt er genauso wie die Mühle. Seine Freude an beidem ist gut spürbar.
Der kleine Propeller dreht die Mühle in den Wind:
Ein Vorzeigestück der Modelleisenbahn: Echter Dampf!
Nun ist es nicht mehr weit bis zur Nordsee.
Wir lassen uns auf einem Stellplatz am Dornumersiel (Ostfriesland) nieder. Viele Orte hier haben das Wort "Siel" im Namen. Ein Siel ist ein Durchlass in einem Deich. Es dient der Entwässerung des Binnenlandes indem es das Binnenwasser bei Ebbe ins Meer abfliessen lässt und bei Flut schliesst, um das Hinterland vor Überflutung zu schützen.
Hier am Wattenmeer ist die Küste sehr flach. Bei Ebbe kommt bis weit hinaus der Meeresboden zum Vorschein - die Watt. Bei Flut wird sie wieder zugedeckt
Wattenmeere bilden einen speziellen Lebensraum. Viele Pflanzen und Tiere leben ausschliesslich im jeweiligen Wattenmeer in dem sie angesiedelt sind.
Wattenmeere bilden einen speziellen Lebensraum. Viele Pflanzen und Tiere leben ausschliesslich im jeweiligen Wattenmeer in dem sie angesiedelt sind.
Das Wattenmeer an der Nordsee ist das grösste zusammenhängende System aus Schlick- und Sandwatten weltweit. Es erstreckt sich 500 km entlang der Küsten von Dänemark, Deutschland und Holland.
Seit 2009 ist es als Unesco - Weltnaturerbe anerkannt.
Wer am Wattenmeer am Strand sitzt, hat kein Meeresrauschen im Ohr - bei Ebbe sitzt man am Schlick statt am Wasser
Hier am Dornumersiel findet gerade das alljährliche Drachenfest statt - die Drachensujets sind vielfältig:
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