Samstag, 14. Februar 2026

Kolumbien, Teil 1

Grün, grün, grün, farbig blühend - das ist der erste Gedanke von mir beim Wort Kolumbien.
Gleich nach der Grenze fahren zu Ana. Sie führt einen Platz für Reisende und hat eine Menge Tipps zum Weitergeben. Sie rät uns den südlichen Teil zwischen den Städten Pasto und Popayan möglichst ohne lange Haltezeiten durch zu fahren. Leider gibt es in Kolumbien viele Gegenden in denen Mitglieder von Drogenkartellen und Guerillagruppen ihr Unwesen treiben.
Wir fahren früh morgens los und bringen diese bergige, landschaftlich schöne Strecke zügig hinter uns.




Nur einmal werden wir gezwungen zum Anhalten - wegen eines Bergrutsches



Die meisten Strassen hier sind gebührenpflichtig - ausser für Motorräder!



Nach zwei Tagen ist unser Ziel der Camping "la Bonanza", ein wunderschön
gestalteter Platz mit vielen Blumenbeeten und Sitznischen.



Hier erfahren wir, dass es nur 10 Minuten entfernt eine Lösung für unsere kaputte Wasserpumpe gibt - die Lösung heisst Ben. 


Ben ist aus Frankreich ausgewandert und führt hier eine der wenigen Wohnmobilwerkstätten Kolumbiens. Hier werden Wohnmobile gebaut und repariert - und - Wasserpumpen verkauft und eingebaut 😀😀!!!!! 

In der Gegend hier befindet sich das Reservat der indigenen Gemeinschaft der Guambiano.
Die Mitglieder dieses Volksstammes tragen Sorge zu ihren Traditionen und Bräuchen und ihr Reservat ist eine Art unantastbare Zone.

Die typische Kleidung dieses Stammes sind lange Röcke, königsblaue Ponchos und dunkle Hüte. Auch die Männer tragen Röcke, jedoch blaue.



Von hier gäbe eine direkte Strecke zur Tatacoa - Wüste mit ihren speziellen Steinformationen.
Es wir uns jedoch abgeraten diese Strasse zu fahren. Wir ändern unsere Pläne und lassen die Wüste links liegen.
Wir fahren ins Valle de Cocora. Die Cocorapalme oder auch Wachspalme ist die Namensgeberin dieses Tales. Hier gibt es besonders viele und besonders hohe Palmen.
Wir machen eine Wanderung bei der man die berühmten Palmen sehen kann. Diese werden bis zu 60 Meter hoch!
Der erste Teil der Wanderung führt durch einen sorgfältig angelegten Park mit den hier üblichen Miradores (Aussichtspunkte). Viele Besucher schlendern durch diesen gut ausgebauten Teil und schiessen ihre Selfies.
Wir laufen etwas weiter durch Urwald mit schlammig rutschigem Boden entlang eines Baches der x-mal mithilfe Hängebrücken überquert werden kann. Uns gefällt`s!





Das Cocoratal liegt im Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens. 
Auf unserer Weiterfahrt nach "Santa Rosa" sehen wir viele Felder mit Kaffeepflanzen.

Hier werden die kostbaren Bohnen verladen:



Nahe von "Santa Rosa" besuchen wir das gleichnamige Thermalbad.
Es liegt in einem üppig grün bewachsenen Tal an einen Wasserfall:







Entspannt geht es weiter - vorbei an der Grosstadt Medellin nach Guatapé ein kleines Dorf mit einer Besonderheit:
Hier steht ein riesiger ca. 70 Mio. Jahre alter Granitmonolith. Er ragt 220 Meter über die Umgebung hinaus und ist über 649 Treppenstufen erklimmbar. Der Stein trägt den Namen "El Penol" benannt nach dem Dorf auf der andern Seite. Es gab einen jahrelangen Streit darum zu wem er nun gehört - Guatapé oder el Penol.
Dem Stein wird es egal sein...



Die Aussicht auf den See mit den unzähligen Inseln ist grandios!


Weiter geht`s via Panamericana Richtung Norden


Montag, 2. Februar 2026

Ecuador, Teil 2

Quito, die Hauptstadt Ecuadors liegt hoch in den Anden auf 2850 m und ist umgeben von hohen Berggipfeln. Moderne Wohnblöcke und einfache Betonbauten ziehen sich rund um das Stadtzentrum die umliegenden Hänge hinauf.
Unser Stellplatz liegt ebenso oben an einem dieser Hänge. Die Aussicht von da oben ist spektakulär!


Wir lassen uns im Taxi hinunter in die Stadt fahren und bummeln durch das historische Zentrum mit seinen engen Gassen, restaurierten Kolonialbauten, riesigen Kirchen, lebendigen Plätzen und Unmengen von kleinen Läden.




Bei einem Chocolatier trinken wir eine ecuadorianische heisse Schoggi - Lindt ist auch vertreten..



Wir lassen unser Bluemonster auf dem Platz stehen und fliegen für 6 Tage zu den 
Galapagos - Inseln. Diese liegen 1000 km vom Festland entfernt im Pazifischen Ozean, gehören jedoch zu Ecuador. Galapagos besteht aus 12 Hauptinseln und unzähligen kleinen Inselchen.
Fünf der Inseln sind bewohnt wobei die Hälfte aller Bewohner auf der Insel Santa Cruz lebt.
Etwa 97 % der Landfläche und 99 % der umgebenden Gewässer sind seit 1959 als Nationalpark resp. Meeresschutzgebiet ausgewiesen und unterliegen strengen Regeln.
Seit 1978 sind die Galapagos - Inseln UNESCO - Weltnaturerbe.
Für Besucher gibt es strenge Regeln - der Besuch ist nur mit zertifizierten Führern und nur an bestimmten Orten erlaubt. Natürlich dürfen Wege nicht verlassen werden und ein Mindestabstand zu den Tieren muss eingehalten werden.
Wir bekommen die strengen Regeln bereits am Flughafen zu spüren - eine riesige Welle der Bürokratie hüllt uns ein.
Wir verbringen 5 Nächte auf der "Aida Maria", besuchen tagsüber verschiedene Plätze an Land oder schnorcheln in türkisblauem Wasser umgeben von farbenfrohen Fischen, Meeresschildkröten usw. Nachts bringt uns das Schiff jeweils zu einer andern Insel.




















Die sechs Tage vergehen wie in Flug. Tolle Erinnerungen an die wunderbare Tier - und Pflanzenwelt und an die Begegnungen mit den Mitreisenden im Gepäck, fliegen wir zurück nach Quito.

In Otavolo, etwa 100 km nördlich von Quito lassen wir unsere Wäsche waschen und besuchen den bekannten Kunsthandwerksmarkt
Nicht lange - bald fliehen wir in ein gemütliches Café...


Von hier aus fahren wir hoch zur "Laguna Cuicocha", ein Kratersee mit zwei Inseln. Wir laufen die 12 km um den Kratersee welcher vor 3100 Jahren durch eine Eruption entstanden ist.





Etwas weiter Richtung Norden, in der Nähe der Stadt Ibarra verbringen wir zwei Tage auf der 
"Finca Sommerwind". Hier gibt es Schnipo mit knusprigen Pommes, Kuchen mit Streuseln und feines Brot - mmmh!



Das Gelände ist wunderbar bepflanzt:

Nach den zwei Tagen brechen wir auf Richtung Grenze zu Kolumbien.

Unterwegs:
Eigentlich haben wir uns an hängende Schweine gewöhnt - und doch........

Die Grenzformalitäten seien hier kompliziert, hatten wir im Vorfeld gehört. 
Doch wir haben Glück und treffen auf einen sehr hilfsbereiten Beamten - es dauert - 
doch wir kommen an.