"Torres del Paine"
Nach der Rückkehr von den 10 Tagen in der Antarktis sind wir erst einmal beschäftigt mit Alltäglichem - Wäsche in die Wäscherei bringen, einkaufen etc.In Ushuaia gab es in der Zwischenzeit einen erneuten Wintereinbruch weshalb wir uns entscheiden aufzubrechen.
Im Norden Feuerlands überqueren wir die Grenze nach Chile und verlassen die Insel mit der Fähre von Porvenir nach Punta Arenas.
Fast schwingt ein bisschen Wehmut mit - die Wildheit dieser Gegend hat uns sehr gefallen.
unterwegs nach Porvenir
Hafen in Porvenir
In Punta Arenas bleiben wir nicht lange. Weiter geht es nach Puerto Natales, dem Tor zum Nationalpark Torres del Paine.
Der Park gilt als einer der Schönsten Südamerikas. Die "Torres" (Türme) del Paine ragen senkrecht mehr als 2000m hoch über die patagonische Steppe auf. Diese Granitsäulen sind der Mittelpunkt der Landschaft. Doch das Gebiet hat weit mehr Schönheiten zu bieten: azurblaue Seen, Wanderwege durch smaragtgrüne Wälder, rauschende Flüsse und einen riesigen Gletscher.
Bevor das Gelände 1959 unter Schutz gestellt wurde, gehörte es zu einer grossen Estancia.
Mit 1810 km2 ist der Park grösser als der Kanton Aargau (1404 km2), oder der Kanton Schwyz (908 km2).
1978 wurde der Park Unesco Biosphärenreservat.
Wer sich im Gebiet bewegt ist gut beraten Kleider für alle vier Jahreszeiten dabei zu haben. Denn das Wetter kann sehr schnell wechseln. Scheint die Sonne mit voller Kraft kann es zehn Minuten später regnen und darauf urplötzlich aufhören und schon wieder lacht die Sonne vom Himmel.
Aber vielleicht ist es genau dieses Unbeständige welches einen Teil der Faszination über diese Gegend ausmacht.
Die Parkrainger sind sehr freundlich und hilfsbereit. Genau mit dieser Freundlichkeit hat einer mich gebeten, das "Öpfelbütschgi", welches ich ins Gebüsch geworfen hatte, aufzuheben und in Puerto Natales zu entsorgen. Mit dem Hinweis: "in Chile wachsen keine Apfelbäume und das soll auch so bleiben."
Tja, die machen ihren Job gut!
Eindrücke von unseren Wanderungen:
Nach sieben intensiven Wandertagen brechen wir Richtung Nordwesten auf. Wieder überqueren wir die Grenze zurück nach Argentinien. El Calefate ist unser nächstes Ziel:
Endlose Weite unterwegs
El Calefate liegt am türkisblauen Lago Argentino
Hier verweilen wir ein paar Tage um die Eindrücke zu "verdauen", zu Putzen, einen neuen Haarschnitt verpasst zu bekommen und: Auto und Kleider haben Wäsche nötig.....
El Calafate ist das Tor zum Glacier Perito Moreno. Dieser Gletscher ist 30 km lang, 5 km breit und 60 m hoch. Aussergewöhnlich sind jedoch nicht seine Ausmasse, sondern die Tatsache dass er immer noch wächst. Täglich schiebt er sich bis zu 2 m vorwärts und dabei brechen immer wieder Eisbrocken ab und kalbern im Lago Argentino, dem grössten Süsswassersee Argentiniens.
Es gibt gut ausgebaute Stege von denen aus das Schauspiel beobachtet werden kann.
Das Spannende dabei sind nicht nur die spektakulären Bilder, sondern die Geräusche - lautes Knacksen, Knarren und Krachen ist zu hören. Es ist sehr eindrücklich einen so lebendigen Gletscher zu beobachten.


















