Tja, so haben wir uns unsere Reise nicht vorgestellt - aber da sind wir ja wohl nicht die Einzigen! Unglaublich wie ein so kleines Ding die Welt in Atem hält...…
In Barreal fühlen wir uns trotz ständiger Polizeikontrollen, gut aufgehoben. Unser Dasein am Park wird geduldet. Wir haben es gut im Gegensatz zu anderen, welche versteckt irgendwo auf einem geschlossenen Camping ausharren.
Und wir haben Leo, Maira, Alejandro und Alejandra und andere die immer wieder nachfragen wie es uns geht und uns mit Brot, Pasta, Wasser, und Früchten eindecken.
Leider sind die Bewohner von Barreal nicht die Einzigen, mit denen wir es zu tun haben. Es gibt die Policia und die Gendarmeria - und zwar von beiden ganz viele! Die Gendarmeria findet plötzlich wir dürften nicht auf der Parkbank (4m vom Auto entfernt) sitzen, weil das publico - öffentlicher Raum ist. Wir müssten also bei grösster Hitze im Wohnmobil sein. Auf den Camping können wir nicht, also haben wir keine Wahl. Die Ausgangssperre wird ganz strickte kontrolliert, Alejandra z.B. darf mit ihren Kindern nicht auf der Quartierstrasse spielen, nur im eigenen Garten. Die Zurechtweisungen sind meist nicht nett, sondern sehr barsch und drohend. In ganz Argentinien sind schon Menschen festgenommen worden, weil sie die Ausgangssperre nicht eingehalten haben.
Die Stimmung schlägt um. Die Rückflüge des eda finden ja nicht nur so aus Spass statt. Wir diskutieren hin und her. Keiner weiss was noch kommen wird. Nicht nur hier, auch in den andern Ländern die wir gerne bereisen würden. Also suchen wir nach einem Platz für unser Fahrzeug, nach einigen Abklärungen werden wir fündig.
Wir entscheiden uns zur Abreise.
Mit dem Passagierschein des eda und vielen Papieren der Gendarmeria ausgerüstet machen wir uns auf den Weg nach dem 1300 km entfernten Buenos Aires.
Kaum haben wir das Dorf verlassen findet die erste Kontrolle statt, auf den ersten 150 km sind es deren sieben!
Der siebte fand dann wir dürften nicht alleine unterwegs sein weil wir Ausländer sind. Also organisiert er Polizeibegleitung durch die ganze Provinz Mendoza.
Gesundheitscheck in Mendoza
(auf dem Bild fehlt der Arzt, welcher für die Unterschrift extra hierher gefahren ist!!)
Die Provinz San Lous ist ganz streng. Ausländer (Ausländer werden gleichgesetzt mit Ansteckungsgefahr, egal wie lange sie sich schon im Land befinden) dürfen nur im begleiteten Konvoi fahren und müssen durchfahren - keine Pause, egal wie müde der Fahrer ist!
Fritz war schon stundenlang am Steuer und durch San Louis nochmals fünf Stunden ohne Pause! Immer wieder werden wir angetrieben schneller zu fahren, auf diesen Strassen im der Dunkelheit nach so vielen Stunden wäre schneller gefährlich, deshalb behalten wir unser Tempo bei. Irgendwann wird es dem Polizisten zu anstrengend und wir mussten den Konvoi anführen!
Ab der Provinz Cordoba wird es humaner. Wir erreichen Buenos Aires wohlbehalten.
Doch es geht gleich weiter. Wir dürfen unser Fahrzeug und unser Reisegepäck nicht am Einstellungsort bereit machen, weil Chris, der Anbieter des Platzes fürs Auto, Angst vor der Polizei hat. Also fahren wir an einen Strassenrand und packen in Windeseile.
Zwei Nächte müssen wir hier in Buenos Aires warten bis zum Abflug. Das erste Hotel welches wir anfragen hätte freie Plätze, aber nicht für Ausländer - wird uns gleich so mitgeteilt....wieder einmal unterstützt uns ein Taxifahrer und wir finden einen Platz.
Wir verlassen Südamerika nicht wegen des Coronavirus, sondern wegen der Art und Weise wie hier im Moment mit den Menschen umgegangen wird.








Liebe Ursula, lieber Fritz
AntwortenLöschenEuer Bericht tönt ja sehr abenteuerlich und aber auch spannend. Ich hoffe, ihr könnt eure Reise weiter.führen und geniessen. Hier lebt es sich im Moment recht surreal. Aber wir schaffen das.
Liebe und gesunde Grüsse aus Kölliken
Barbara
Liebe Barbara
LöschenAbenteuerlich war es wirklich! Nun sind wir zurück in der Schweiz, gesund und munter. Vorläufig in Willisau in einem B&B. Unser Fahrzeug ist in Buenos Aires eingestellt. Wir warten ab wie sich die Situation entwickelt. Herzliche Grüsse und bleib gesund! Fritz und Ursula