Samstag, 21. März 2020

Coronavirus

Liebe Freunde und Bekannte
In Gedanken sind wir oft bei euch und hoffen, wünschen, dass es euch allen gut geht und ihr euch vom Virus fernhalten könnt!!!
Wir sind in Argentinien, in Barreal, einem kleinen Dorf westlich von San Juan.
Als wir erfuhren, dass die Grenzen zu gehen würden, entschlossen wir uns in Argentinien zu bleiben und nicht nach Chile zu wechseln.
Kaum war das mit den Grenzen bekannt, gab es überall Polizeikontrollen. Wir fassten den Entschluss uns in einem kleinen Dorf, weg von den grossen Städten, einzuquartieren und abzuwarten.
Als wir hier ankamen war der Camping wegen Corona geschlossen. Wir versuchten eine Ausnahmebewilligung von der Polizei zu erhalten. Doch die vertröstete uns immer wieder. Schlussendlich haben wir die Erlaubnis bekommen uns hier am Park Mitten im Dorf niederlassen zu dürfen. Frühmorgens fahren wir kurz weg um das Abwasser raus zu lassen und kommen dann wieder hierher. Es ist angenehm hier, mit vielen schattenspendenden Bäumen, so dass wir uns trotz der Ausgangssperre, welche seit gestern herrscht, draussen aufhalten können.
Zu Beginn spürten wir Ablehnung uns gegenüber (Europäer = Gefahr)!
Aber inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Immer wieder kommen Leute kurz vorbei und bieten uns ihre Unterstützung an. So dürfen wir z.B. bei der Familie des Zahnarztes Wasser bunkern. Diese Anteilnahme ist sehr berührend! Und ich denke, sie wird nachhaltig auf uns wirken!
Trotz der komfortablen Situation (wir wissen von andern Reisenden, denen geht es nicht so gut wie uns hier), sind wir in Kontakt mit der Botschaft in Buenos Aires. Sollte sich die Situation auch hier zuspitzen, gibt es vielleicht Lösungen um in die Schweiz zurück zu kehren. Wir warten ab.
Herzliche Grüsse an alle!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen