Antarktis
Die Antarktis liegt fernab von bewohnten Erdteilen am Südpol ist ein Land der Extreme. Nirgendwo herrschen so niedrige Temperaturen, toben so heftige Stürme, gibt es soviel Eis wie hier (99% der Oberfläche ist mit Eis bedeckt). Nirgendwo ist die Natur unberührter und andersartiger. Die Antarktis ist das letzte grossräumige intakte Ökosystem unserer Erde.
Zweihundert Jahre ist es her, dass die Menschheit den sechsten Kontinent entdeckt und nur wenig mehr als hundert Jahre dass ein Mensch erstmals seinen Fuss darauf setzte.
Die frühen Entdecker und Seefahrer bekamen die herrschenden Naturgewalten noch mit voller Härte zu spüren.
Heute ist es sehr viel einfacher die Antarktis kennenzulernen. Eine solche Reise hat jedoch immer noch den Charakter einer Expedition weil die Wetter- und Eisverhältnisse noch immer unvorhersehbar sind und den Fahrverlauf massgeblich beeinflussen können.
Im Winter liegt ein bis zu 1000 km breiter Meereisgürtel um die Antarktis und macht sie unzugänglich. Am Mitte / Ende Oktober beginnen dann die ersten Schiffe sich dem Kontinent zu nähern.
Es gibt etwas 40 Forschungsstationen verteilt auf dem ganzen Kontinent. Die meisten sind nur im arktischen Sommer besetzt.
Im internationalen geophysikalischen Jahr 1957 / 58 führte das starke Interesse der Wissenschaft an der Antarktis zu einer erfolgreichen und interdisziplinären Zusammenarbeit. Dies setzte auch politische Verhandlungen in Gang. Im Jahr 1959 kam es zum Abschluss des Arktisvertrages. Darin einigten sich die Unterzeichner auf eine friedliche Nutzung sowie auf eine freie internationale Zusammenarbeit in der Forschung mit ungehindertem Informationsaustausch. Auch der Schutz von Flora und Fauna, Schutz der Robben und Schutz der lebenden Meeresschätze gehören dazu. Inzwischen ist der Vertrag von über 40 Nationen unterzeichnet. Die Schweiz unterzeichnete 1990.
Nach langem Tauziehen kam es im Jahr 1991 zum Abschluss eines Umweltschutzprotokolls. Die Vertragspartner verbieten darin den Abbau von Rohstoffen für mindestens 50 Jahre, Das Ziel, ein Weltpark Antarktis zu gründen, ist noch nicht erreicht.
Die Schiffe, welche Touristen in die Antarktis bringen unterliegen klaren Bestimmungen. Das Ziel ist ja, die Menschen für den Schutz zu sensibilisieren und nicht die Antarktis in einen Rummelplatz zu verwandeln.
Am 20. Oktober klappern wir einige Reisebüros in Ushuaia am und buchen einen 10 Tage dauernden "Trip" in die Antarktis.
Wir können dem guten Angebot nicht widerstehen - die Vorfreude ist gross!
Wir fahren mit "Albatros Expeditions" eine dänische Firma, eingetragen auf den Bahamas.
Das Schiff mit dem wir fahren ist die "Ocean Atlantic". Sie bietet Platz für 190 Gäste. Auf dieser ersten Fahrt diesen Frühling sind es jedoch nur etwa 130.
Neben der Crew, welche das Schiff wartet und bewegt gibt es eine zahlenmässig grosse Hotelcrew und ein Expeditionsteam bestehend aus 25 Personen. Die Menschen an Bord kommen von allen Ecken der Welt.
Eine Nacht und zwei Tage dauert die Überfahrt bis zu den Südshetlandinseln welche der antarktischen Halbinselvorgelagert sind. Sie sind unser erstes Ziel.
Unterwegs werden wir über das Verhalten in den Zodiacs (stabiles Schlauchboot) und das Verhalten an Land aufgeklärt. Es gibt kalre Regeln wie nahe wir den Tieren kommen dürfen.
Unsere Kleider werden inspiziert und abgesaugt, damit wir ja nichts unerwünschtes einschleppen. Vor und nach jeden Landgang werden die Stiefel desinfiziert.
Das Expeditionsteam, darunter einige Wissenschaftler, bieten viele interessante Vorträge an. Etwa über Geologie, Glaziologie, das Leben von Walen, Pinguinen, Meeresvögeln etc.
Diese Vorträge werden gut besucht und helfen mit, der Natur dort mit einer gewissen Ehrfurcht zu begegnen.
Zwischen dem Kap Horn, dem südlichsten Teil Südamerikas und der Antarktis erstreckt sich die Drakepassage - dort wo Atlantik und Pazifik zusammenkommen. Diese Drakepassage ist berühmt berüchtigt wegen ihrer hohen Wellen und ihren Stürmen.
Wir haben Glück, ausser ein paar runtergefallenen Gegenständen und ein bisschen Schaukeln ist nicht viel zu merken.
Unsere Landgänge auf den Südshetlandinseln sind wunderschön, obwohl der Himmel verhangen ist.
Die Leute werden aufgeteilt. Während die einen an Land gehen, geniessen die andern eine Fahrt im Zodiac. So besteht die Möglichkeit sich zwischen Eisbergen und Eisschollen bewegen zu können.
Die antarktische Halbinsel ist unser nächstes Ziel. Dort besuchen wir vier verschiedene Orte. Vorgesehen waren sechs, aber das Wetter spielt nicht mit - Zuviel ein an Land und zu hohe Wellen.
Als "Entschädigung" ändert der Capitan auf der Rückfahrt seine Route und wir fahren sehr nahe am Kap Horn vorbei.







Wow so eindrücklich!!! Bei uns hats zwar such schon schee aber die pinguine sind nirgenfs!;) gruss Tabea
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