In Caraz, einem Ort zwischen der Cordillera Blanca und der Cordillera Negra, richten wir uns auf einem Campingplatz ein. Paris, der Hofhund, eine Katze und ein paar Hühner mit ihren Küken leisten uns Gesellschaft. Wir geniessen es wieder mal Gras statt Staub und Sand unter den Füssen zu spüren.
Von hier aus sieht man die eindrucksvollen, schneebedeckten 5000 und 6000er der Cordillera Blanca.
Von hier aus unternehmen wir Fahrradtouren hoch in kleine Dörfer. Wir staunen über die vielen Gärten: Mais, Gemüse, Beeren und Früchte werden hier bis weit über 3000 mü.M. angebaut. Auch der Anbau von Blumen im grossen Stil ist ein wichtiger Einkommenszweig. Die Blumen werden nach Lima und in andere Städte geliefert.
In Caraz wimmelt es von Mototaxis. Sie stehen an fast jeder Strasse bereit und bringen einem ans gewünschte Ziel - wir benutzen sie gerne um uns nach dem Stadtbesuch zurück auf den Camping fahren zu lassen:Zentrum von Caraz:Wir schlendern durch den Markt (dieser findet täglich statt) und fragen ob wir fotografieren dürfen:
Nach genug Stadttagen und Velotouren lassen wir uns mit einem "Taxi" (sprich: jemand der ein Auto besitzt und Leute rumchauffiert), zur 4155 m hohen Laguna Parron fahren
Wir laufen hoch zum Aussichtspunkt und ein Stück entlang der Lagune.Auf dem Rückweg bleibt unser "Taxi" stehen, wir müssen auf Anschiebhilfe warten und rollen dann den Berg herunter..
Da der Wetterbericht positiv tönt, buchen wir das 4-tägige Santa Cruz Trekking, ein hier beliebtes Trekking welches entlang der Quebrada Huaripampa über den 4760 m hohen Union Pass und hinunter durch das spektakuläre Tal der Quebrada Santa Cruz führt.
Auf dieser Tour ist man umgeben von zahlreichen Gipfeln der Cordillera Blanca und es ist landschaftlich allgemein sehr schön.Doch bevor es losgeht fahren wir drei Stunden einen schmalen Fahrweg den Berg hoch:
Unsere treuen Begleiter:
Los geht`s bei Regen - es kann nur noch besser werden:Der höchste Punkt der vier Tage:Wir werden auch unterwegs bekocht:
Die Plätze zum zelten sind wunderschön gelegen:
Wunderschöne Szenerie:
Eine angenehme Gruppe:
Zurück in Caraz setzen wir einen Tag ein zum Putzen, bevor wir zurück an die Küste fahren. Um aus dem Tal heraus zu kommen muss wieder viel Höhe überwunden werden - in engen Haarnadelkurven geht es aufwärts bis 4225 m und dann ebenso steil herunter.
Die Gegend wir immer karger. Wir befahren ein langes Wüstental. Im Talboden, da wo es Wasser gibt gedeihen Mango - und Avocadobäume rundherum ist es sandig und steinig.
Wir fahren zu einer Oase deren Besitzer auf ihrer Plantage Plätze für Camper anbieten.
Mangos, Maracujas und Avocados werden hier angebaut. Der Besitzer erklärt uns, dass das für die Pflanzen notwendige Wasser aus 100m (!) Tiefe hochgepumpt wird.
Es gibt hier einen gemütlichen Baumbalkon:
Am Tag vor unserer Abreise kommt der Besitzer mit einem Korb voller Früchte mit den Worten: "Meine Frau und ich fahren jetzt für fünf Tage nach Lima, lasst es euch gut gehen hier:" Auf unsere Aussage hin, wir würden dann gleich bezahlen meinte er: "Ihr könnt das Geld einfach auf den Tisch legen wenn ihr abreist." ....So viel Vertrauen!
Wir geniessen die geschenkten Früchte:
Wir verlassen diesen schönen Ort und fahren Richtung Trujillo, eine grosse Stadt am Meer.Peru ist ja voll von archäologischen Stätten - wir haben nicht viel Affinität dafür, doch diese Stätte liegt auf unserem Weg und ist wirklich eindrücklich.
Chan Chan ist die grösste aus Lehm gebaute Stadt der Welt und die ehemalige Hauptstadt des Chimu - Reiches - (1250 bis 1450) Die Stadt soll zu ihrem Höhepunkt über 100`000 Einwohner beherbergt haben. Im Jahr 1470 schnitten die Inkas der Stadt die Wasserversorgung ab. Dies schwächte, zerstörte Chan Chan aber nicht. Nach der spanischen Eroberung des Inkareichs (1532 - 1572) verfiel die Chimu - Kultur und Chan Chan wurde aufgegeben. Heute ist die Stätte Unesco Weltkulturerbe:
Wenig nördlich von Trujillo liegt der kleine Küstenort Huanchaco. Der Ort ist berühmt für seine Schilfboote. Das alte Wissen über den Bau dieser speziellen Boote wird noch weitergegeben an die jüngere Generation. Diese Boote halten nur ein paar Monate und laufen dann voll Wasser. Die Fischer fahren bis zu 1 1/2 km ins Meer hinaus. Wegen der Grösse der Boote, deren Auftriebskraft heute mit Styropor verbessert wird, können sie nur einen begrenzten Fang einholen.
Genug Wüste und Meer - wir fahren wieder in die Berge. Etwa 100 km nach Huanchaco nehmen wir die Strasse Richtung Cajamarca.
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