Freitag, 8. August 2025

Uruguay Juli 2025

 Paraiso Suizo an der Küste des Rio Plata 77 km östlich von Montevideo

Nachdem wir unser Bluemonster eingerichtet haben erkunden wir die Gegend.
Unsere erste Velotour führ uns nach Piriapolis und dann Richtung Norden zum Pan de Azugar. Diesen 389 m hohen "Berg" möchten wir noch rasch erklimmen - doch, das Naturreservat Pan den Azugar ist heute geschlossen weil es am Vortag Nebel hatte, die Wege feucht und somit gefährlich seien.....tja, dann besichtigen wir eben das in der Nähe liegende Schloss "Castillo de Piria" der ehemalige Wohnsitz des Erbauers der Stadt Piriapolis.


Der Pan de Azugar (Zuckerberg) mit seinem begehbaren Gipfelkreuz





Eine andere Art von Gartentörli

Unsere erste Etappe mit dem Wohnmobil führt uns der Küste entlang Richtung Osten.

Im Süden Uruguays leben drei Viertel der Bevölkerung. Die Landschaft ist flach. Strände und fruchtbares Weidegebiet, bzw. Ackerland prägen diese Region ebenso wie Flüsse, Seen und Lagunen. Wir verweilen an einigen Orten zwei, drei Tage. Die unglaublich langen und fast menschenleeren Sandstrände laden zum laufen ein - hier könnte man locker für einen Halbmarathon trainieren ohne einmal etwas anderes als Sand unter den Füssen zu haben.


unser erster Übernachtungsplatz an der Laguna del Sauce:


Danach geht es nach Punta Ballena, hier steht das Casa Pueblo, Haus des Künstlers Carlos Paez Vilaro (1923 - 2014), er wird auch "Picasso Südamerikas" genannt:






Unsere nächste Station ist das hübsche Fischerdorf José Ignacio mit seinem 45m hohen Leuchtturm der begangen werden kann. Im Sommer ist das Dorf Hotspot der Reichen und Schönen - jetzt im Winter wirkt es eher verlassen:




Weiter geht es zu der Laguna de Rocha bei La Paloma:






Zwei Nächte bleiben wir an der Lagune und wechseln dann ans Meer nach la Paloma. Wir machen laaaaange Strandspaziergänge und setzten uns zwischendurch auf einen der Walbeobachtungsstege in der Hoffnung die grauen Riesen, welche um diese Jahreszeit hier vorbeiziehen, zu sichten:








Auf dem Platz auf dem wir mit dem Womo stehen, sind wir nicht die einzigen:




Weiter geht unsere Reise ins Landesinnere nach Minas.
Minas wurde 1783 auf Befehl der spanischen Krone gegründet. Damals standen hier gerade mal 40 Häuser. Heute hat die Stadt 40 000 Einwohner. Früher war die Gegend reich an Minen in denen Kupfer, Granit und Marmor abgebaut wurden.
Schon nach einem Tag fahren wir 12 km aus der Stadt heraus zum "Cerro Arequita" Dieser 320m hohe Berg ist für seine Grotten bekannt aber auch für den Ombues Wald, der an seinem Fusse liegt. Hier gibt es einen Campingplatz mit den üblichen Grillstellen auf jeder Parzelle und einem Hallenbad (!)
Wir erkunden die Gegend per Fahrrad und zu Fuss und entdecken die folgende Tafel:
Bei diesen Beiden Gauchos müssen wir 
                                                                               300 Pesos bezahlen (3 Fr. pro Person),                                                                                       damit wir den Pico begehen dürfen.
                                                                               Der Weg ist auf ihrem Privatgrundstück.


   Pico del aguila bedeutet "Adlerschnabel"













 
Wir fahren weiter nordwärts zum riesigen Stausee des Rio Negro. Seine Wasseroberfläche ist 1140 km2 gross (zum Vergleich: Der Bodensee ist 536 km2 gross). Der See hat viele Arme, wir sehen nur einen kleinen Teil davon:
Am See gibt es zwei Dörfer. Eines davon ist San Gregorio de Polanco. Um dorthin zu gelangen muss das letzte Stück auf einer kleinen Fähre zurückgelegt werden:









Das kleine Dorf zählt 3700 Einwohner und gefällt uns sehr gut. Es gibt viele Fahrräder, anders als in den Dörfern die wir bis jetzt gesehen haben und natürlich gibt es wie überall viele Pferde.
Vor allem das Freilichtmuseum der Bildenden Künste hat es uns angetan - immer wieder entdeckt man eine neue Wandmalerei:










Die Halbinsel welche dem Dorf vorgelagert ist müssen wir natürlich erkunden:







Wir fahren weiter nordwärts. Hier herrscht ein eher trübseliges Bild:
Eukalyptusplantage an Eukalyptusplantage. Kein Strauch, nichts, nur diese in Reih und Glied stehenden Bäume:

Das Holz wird zu Papier und zu Holzkohle verarbeitet. Ein kleiner Teil zur Herstellung von Möbeln.

Fällen, schälen, entasten, kürzen - das alles macht eine Maschine - hohe Berge von gefällten Baumstämmen säumen den Weg. Viele mit Holz beladene Lastwagen sind unterwegs auf den Strassen.

Unsere nächste Station ist das "Valle Eden" bei der Stadt Tacuarembo. Hier bleiben wir nur einen Tag, der nächste Tag ist regnerisch und kühl und die Erdstrassen nicht sehr einladend zum Fahrrad fahren:



Hier wimmelt es von Geiern



Von hier fahren wir westwärts zu den Thermen von Guaviyu. Hier auf dem Camping welcher zu den Thermen gehört, lassen wir es uns gut gehen. Die Thermen sind von 7.00 Uhr morgens bis um 22.00 Uhr abends geöffnet - wir geniessen die Bäder für uns allein früh am Morgen, bevor die grosse Masse kommt und während die Sonne aufgeht.
Wir putzen wieder mal gründlich, geniessen die Wärme und die atemberaubenden Sonnenuntergänge.





Von den Thermen geht es weiter nach Salto, der zweitgrössten Stadt Uruguays. Die Uferpromenade zieht sich über eine Länge von 20 km am Rio Uruguay entlang. Die Thermalbäder rund um Salto machen die Stadt zu einem beliebten Urlaubsziel.
Hier ist auch das grösste Wasserkraftwerk des Landes welches 65 % von Uruguay mit Elektrizität versorgt.
Hier in Salto finden wir auch ein Geschäft welches den Akku von unserem Laptop auswechselt - doch das bedeutet drei Tage Wartezeit.
Während diesen drei Tagen radeln wir durch die Gegend entlang unzähliger Zitrusfruchtplantagen und erkunden die Stadt zu Fuss. 


 
































 





 





























































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