Donnerstag, 9. Januar 2020

Patagonien

Patagonien ist eine geografische Bezeichnung für den südlichen Teil Lateinamerikas. Dreiviertel dieser Landschaft gehört zu Argentinien. Ein Viertel zu Chile. Endlose graubraune Ebenen, nur spärlich bewachsen von Gräsern und Büschen beherrschen das Bild soweit das Auge reicht. Im Kontrast dazu stehen die Patagonischen Anden. Völlig unerwartet ragen sie aus der Ebene auf. 
Wir halten uns schon länger in Patagonien auf und haben uns mit dem "Markenzeichen" Patagoniens arrangiert:
"Der Wind, der Wind, das himmlische Kind..." Patagonien ohne Wind wäre nicht Patagonien.


Ja, er kann ganz schön kräftig wehen! Wenn er während dem Fahren von der Seite bläst, muss Fritz das Steuerrad halten als ob er "hart am Wind" segeln würde.
 
Beim Parkieren für die Nacht ist es ratsam das Fahrzeug so zu stellen, dass der Wind von hinten oder von vorne kommt - sonst kann es passieren dass es rüttelt und schüttelt und man seekrank werden könnte.
 
Zum Glück gibt es auch die windstillen Tage!
 
 
Fitz Roy, Cerro Torre
Diese bekannten Gipfel ragen hoch über El Chalten.
 
 
 
 

Wir sind auf der Nordseite des Parque National des Glaciares.
Nun kann man sich fragen, wieso wir als Schweizer nach Südamerika reisen um uns ausgerechnet an Bergen zu erfreuen - das kann man doch in der Schweiz zur Genüge tun!
Das Spezielle hier, anders als in Europa, ist die Topografie dieser Landschaft. El Chalten liegt gerade mal 400m über Meer und ist ca. 300km vom Meer entfernt. Die Gegend rundherum ist fast flach und dann, urplötzlich, ragen 3400m hohe Spitzen, umgeben von riesigen Gltschern, in den Himmel.
 
 
wir bewandern die Gegend ausgiebig - im Gepäck griffbereit die Windjacke
 
 
Unser nächstes Ziel ist die "Cueva de los manos" (die Höhle der Hände)
Patagonien war eines der letzten Gebiete  in das die Menschen der Frühzeit auf der Suche nach Nahrungsquellen zogen. Kurz nach der letzten Eiszeit, vor etwa 10000 Jahren wurde der letzte Zipfel des südamerikanischen Kontinents von Menschen erschlossen. Die Handabdrucke in der Cueva de los manos sind Zeitzeugen davon.
 
 
 
 
 
 
 
 
unterwegs auf dem Weg zu den Höhlen
 
 
 
Unterwegs zu den Höhlen machen wir einen Abstecher zum Lago Cardiel. Wir fragen nach dem Weg und werden spontan eingeladen von zwei herzlichen Menschen. Ganz einfach wirkt ihr Heim. Eine Autobatterie auf dem Küchentisch speist zwei Kabel welche zu den Deckenlampen führen, ein Holzkochherd steht in der Ecke. Wir nehmen am grossen Tisch platz. Sie freuen sich, dass Touristen aus Europa den Weg zu ihnen finden und beschenken uns mit selbstgebackenem Brot und Eiern aus dem eigenen Hühnerstall.
 
 
 
 
Nach der Höhle de los manos geht es weiter zum Lago Buenos Aires - so heisst der argentinische Teil dieses Sees. Auf der chilenischen Seite heisst der See Lago General Carrera.
Bevor wir am See entlang nach Chile fahren wandern wir im "Parque Patagonia" dieser Park ist ganz neu am entstehen und ist ein sehr ehrgeiziges Projekt.
 
 
 
 
Die Strasse am See entlang ist sehr spektakulär! Zum Glück ist der Zustand der Strasse nicht so übel wie wir im Vorfeld gehört haben.
 
 
 
 
unser Übernachtungsplatz
 
 
Auf der chilenischen Seite besuchen wir die "Catedrales de marmol de arby"
Zu diesen Marmorhöhlen werden wir per Boot gefahren. Der Marmor hier ist noch "jung" und deshalb zu weich um abgebaut zu werden.
 
 
 
 
Lava über Marmor
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Von da aus fahren wir weiter ins Gebirge. Die Strasse führt uns auf über 1000m hinauf - landschaftlich wunderschön.
Irgendwo in der Pampas liegt, ganz abgeschieden ,der Zoll. Wieder einmal heisst es warten, Geduld haben - eine geschlagene Stunde dauert unser Aufenthalt hier, obwohl ausser uns nur ein anderer PW zur Abfertigung hier ist. Nun sind wir wieder in Argentinien.
 
 
 
unterwegs
 
 
Hasen hüpfen haufenweise herum - so schnell, dass sie schwierig zum Fotografieren sind
 
 
Unser nächstes Ziel sind die versteinerten Wälder (Bosque Petrificados) bei Sarmiento
 
Die Stämme der Araukarie sind durch die in vulkanischen Sedimenten enthaltener Kieselsäure versteinert worden.
Mehrere Meter lange Stämme liegen inmitten einer spektakulären Steppenlandschaft. Der Untergrund ist übersät mit versteinerten Holzsplittern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sarmiento liegt am Ufer zweier riesiger Seen. Offen, weit, so dass der Wind eine riesige Angriffsfläche zur Verfügung hat. Es ist deshalb ziemlich ungemütlich hier. Wir beschliessen weiter nach Esquel zu fahren. Esquel ist umgeben von Bergen. Hier hat es sogar ein Skigebiet.
 
 
Was aussieht wie eine Panne ist in Wirklichkeit üben....so kann ein Pausentag auch aussehen...
 
 
 
Nachdem wir in Esquel zwei Biketouren und eine Wanderung unternommen haben fahren wir Richtung Norden nach el Bolson.
Das Städtchen liegt eingebettet zwischen endlosen Wäldern - bei uns würde man dazu Urwald sagen. Hier gibt es viele Möglichkeiten sich in der Natur zu bewegen - diese nutzen wir.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nun ist es sommerlich warm
 
 
Mitte Dezember erhalten wir die Nachricht, dass mein Vater / Schwiegervater im Sterben liegt. Wir entschliessen uns in die Schweiz zu fliegen. Dazu fahren wir ins 130 km nördlich gelegene San Carlos de Bariloche. Hier gibt es einen Flughafen. Via Buenos Aires, Madrid und Zürich geht`s ins Muotathal. Hier werden wir herzlich umsorgt von Martha und Arthur.
 
 
Weihnachten verbringen wir in Lungatigia oberhalb von Savognin bei Ria und Karl
 
 
 
 
Am 03, Januar fliegen wir zurück nach Bariloche.
 
Wir wünschen allen Lesern ein gesundes, glückliches neues Jahr!!
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 



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